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Walter Gauks: Vertrauen, Zusammenhalt und gegenseitiger Respekt

Walter Gauks: Vertrauen, Zusammenhalt und gegenseitiger Respekt

13.03.2026 321

Im Dezember 2023 hat der Senat von Berlin eine neue Stelle eingerichtet: «Beauftragter des Berliner Senats für die Belange der Russlanddeutschen, Spätaussiedler und zwangsweise Vertriebenen». In ihrer inhaltlichen Bestimmung ist dieses Ereignis von besonderer Bedeutung. Denn die Notwendigkeit einer derartigen Funktion wurde über viele Jahre hinweg im Berliner Senat, in seinen Strukturabteilungen sowie auf verschiedenen Fachveranstaltungen, die sich mit den Problemen der Russlanddeutschen, Spätaussiedler und Vertriebenen befassten, diskutiert. Die Diskussionen in diesem Zusammenhang fanden in unterschiedlichen Legislaturperioden und in verschiedenen Senatszusammensetzungen statt.

Schließlich fand die entsprechende Regelung klare und unmissverständliche Berücksichtigung im bekannten «Koalitionsvertrag der Christlich-Demokratischen Union (CDU) und der Sozialdemokratischen Partei (SPD) in Berlin für den Zeitraum 2023–2026». Daraus ergab sich offenkundig eine längst überfällige systematische Maßnahme zur Unterstützung der genannten Bevölkerungsgruppen. Darüber hinaus sollte sie dazu beitragen, falsche Vorstellungen und unbegründete Vorurteile zu zerstreuen, die bislang die Anerkennung der zweifellos bedeutsamen Rolle der Russlanddeutschen und Spätaussiedler im gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Leben der deutschen Gesellschaft behindern.

Im Januar 2024 gab der Senat von Berlin offiziell die Ernennung eines Russlanddeutschen, in Kasachstan gebürtig, eines prominenten öffentlich engagierten Vertreters und Initiators sowie Organisators zahlreicher groß angelegter sozialpädagogischer Aktionen, einer beachtlichen Zahl praktischer Bildungsmaßnahmen und Integrationsprojekte verschiedenster Art – Walter Gauks – für die genannte Position bekannt.  

Gemäß den festgelegten Protokollverfahren durchlief seine Kandidatur erfolgreich alle Prüfungs-, Beratungs- und Abstimmungsstadien. Die Zustimmung erfolgte durch alle zuständigen Strukturabteilungen und Kommissionen des Berliner Senats. Wir präsentieren Ausschnitte eines weiteren Gesprächs mit W. Gauks. 

Interview mit Walter Gauks 2026 in Berlin

BERLIN24:   Aufgrund objektiver Umstände konnte unser für Ende Dezember 2025 geplanter Rückblick auf Ihre Arbeit für das vergangene Jahr nicht stattfinden. Und nun bietet sich diese Möglichkeit…  

W. Gauks:   «Besser spät als nie» (lacht).    

BERLIN24:   Genau so. Wie lässt sich das Jahr 2025 insgesamt inhaltlich aus der Perspektive des «Beauftragten des Berliner Senats für die Belange der Russlanddeutschen, Spätaussiedler und zwangsweise Vertriebenen» charakterisieren?         

W. Gauks:  Meiner Auffassung nach zeichnete es sich durch eine sorgfältige und objektive, zugleich aber äußerst wichtige Analyse der Lage in diesem Bereich aus. Ebenso durch eine gründliche und umfassende Erarbeitung konzeptioneller Wege zur Lösung konkreter Probleme, die die Russlanddeutschen, Spätaussiedler und Vertriebenen betreffen. Daneben wurden Maßnahmen und Aktionen in diesem Bereich teilweise oder vollständig umgesetzt. Dies geschah selbstverständlich unter Berücksichtigung der vorhandenen objektiven Möglichkeiten und Ressourcen. Die Auswahl der Lösungen für bestehende Schwierigkeiten gründete sich auf bereits entwickelte Vorstellungen und systematische Ansätze… 

BERLIN24:  Wahrscheinlich wurde dabei erheblicher Einsatz und zusätzliche Anstrengung benötigt? Schließlich wurde diese Funktion im Berliner Senat erstmals geschaffen.    

W. Gauks:  Das trifft zu. Ich möchte betonen, dass es sich um einen sehr schwierigen, mehrstufigen und komplexen Prozess handelt. Daher nutze ich die Gelegenheit, allen meinen Mitstreitern und Unterstützern meinen tiefsten Dank für ihre Unterstützung und Beteiligung an der Lösung der Probleme unserer Bürger auszudrücken. Besonders danke ich den Mitgliedern des Berliner Senats, den zuständigen Behörden und meinen Kolleginnen und Kollegen für ihr Vertrauen, die praktische Hilfe, wertvolle Ratschläge und Empfehlungen. Mein besonderer Dank gilt Herrn Kai Wegner, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, sowie Frau Canan Kiziltepe, Senatorin von Berlin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung. Ihre fachliche Unterstützung, die auf gegenseitigem Respekt und dem Streben nach gemeinsamen Lösungsansätzen basiert, ist im praktischen Tun jederzeit spürbar. Ich bin überzeugt, dass jegliche Erfolge nur durch gemeinsame Anstrengungen auf allen Ebenen möglich sind.

BERLIN24:   Sie haben wiederholt darauf hingewiesen, dass die genannten Bevölkerungsgruppen in Deutschland, insbesondere in Berlin, unterschiedliche historische Hintergründe ihrer Entstehung aufweisen aber in der modernen Bundesrepublik Deutschland auch einige gemeinsame Merkmale besitzen. Bitte erläutern Sie das.

W. Gauks:  Tatsächlich unterscheiden sie sich durch spezifische historische Umstände ihrer Entstehung: unter dem unmittelbaren Einfluss von Wirtschaft, Politik, Kultur und allgemeinen Migrationsprozessen, was unauslöschliche Spuren in ihrer sozialen und kulturellen «Landschaft» hinterlassen hat. Dies ist, nebenbei bemerkt, eine der wichtigsten Voraussetzungen zum Verständnis ihrer heutigen Lage…   

BERLIN24:   Wahrscheinlich fand sich das auch in der zuvor erwähnten Analyse wieder?    

W. Gauks:  Unmittelbar. Unsere umfassende Analyse dieser Bevölkerungsgruppen zeigt deutlich das Vorhandensein gemeinsamer, bedauerlicherweise «problematischer Bereiche». Am bedeutsamsten und am aussagekräftigsten sind Aspekte der rechtlichen und sozialen Anerkennung, Chancengleichheit, gerechter Zugang zum Arbeitsmarkt und die Sicherstellung lebenswichtiger Bedürfnisse im hohen Alter.  

Diese Umstände schränken ihre umfassende Beteiligung am gesellschaftlichen Leben der deutschen Gesellschaft erheblich ein und behindern die effektive Nutzung ihres beträchtlichen Potenzials zum Nutzen der gesamten Gesellschaft. Gegenwärtig ist die Lösung dieser Problembereiche eine der vorrangigen Aufgaben im Rahmen meiner Zuständigkeit. 

BERLIN24:   Und worin liegt der innere «Kern» dieser Arbeit?   

W. Gauks:   Eine prinzipielle Frage. Und hier etwas ausführlicher. Meiner Auffassung nach besteht der Kern dieser Tätigkeit in einem direkten, offenen Dialog mit den Menschen, in einer raschen Reaktion auf ihre drängenden Schwierigkeiten und episodisch auftretenden Probleme. Formen und Methoden einer solchen Interaktion können sehr unterschiedlich sein. Denn das Verständnis des emotionalen Zustands der Menschen, ihrer Anliegen und Schmerzpunkte trägt erheblich zur Festlegung gemeinsamer Ziele bei, die wiederum zur Annäherung und Konsolidierung der Gesellschaft beitragen. Darüber hinaus erleichtert es die Suche nach Lösungen für viele Alltagsaufgaben.  

Ich möchte betonen: Zur Lösung jeder konkreten Lebensproblematik der betroffenen Bürger ist oftmals eine sorgfältige Bewertung der Lage und eine zuverlässig geprüfte Strategie zur Behebung erforderlich. Aufgebaut auf dem Vertrauen und dem respektvollen Umgang mit ihnen. Gleichzeitig muss der gesamte Prozess einfach und verständlich sein, damit er für die Personen, für die diese Maßnahmen ergriffen werden, zugänglich und nachvollziehbar ist.  

BERLIN24:   Wie erfolgreich ist dieser ganzheitliche Ansatz bei der Bewältigung der von Ihnen genannten Aufgaben? 

W. Gauks:   Als Illustration der Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit dieses Ansatzes seien eine Reihe von Maßnahmen genannt, die 2025 im Rahmen der direkten Zusammenarbeit mit den oben genannten Bevölkerungsgruppen der Hauptstadt durchgeführt wurden. Zu diesen Initiativen gehörten die Organisation groß angelegter Aktionen, zielgerichteter Treffen, lebhafter Diskussionen, thematischer Runder Tische, spezialisierter Seminare und praktischer Workshops. 

Es ist wichtig zu erwähnen, dass Vertreter sowohl der Legislative als auch der Exekutive Berlins aktiv teilnahmen, ebenso die zuständigen kommunalen Stellen sowie die Fachabteilungen des Senats, verschiedene Einrichtungen, Stiftungen, Vertreter von Wohlfahrtsorganisationen, Verbänden und der Wirtschaft sowie Vertreter des geistlichen Lebens. Deren Tätigkeit steht in direktem oder indirektem Zusammenhang mit Integrationsprozessen in der Gesellschaft, was ihre Beteiligung besonders wertvoll und relevant macht. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar.

BERLIN24:   Können Sie konkreter werden?

W. Gauks:   Ich nenne nur einige von ihnen, ohne eine ausführliche Inhaltsdarstellung, da jedes dieser Projekte ein eigenes Thema ist, das eingehende Untersuchung und Aufmerksamkeit verdient. Alle verfolgten spezifische Ziele. 

Also: «Tag der Demokratie und sozialen Zusammenhalts» in Berlin, ein eindrücklicher Zyklus von Konzert- und Musikveranstaltungen unter dem gemeinsamen Titel «Frühling des Akkordeons», die tiefgehende Ausarbeitung eines Lehrplans zur Ausbildung von Freiwilligen für das «Vertrauens-Telefon» (russischsprachiger psychologischer Hilfsdienst), ein eigenständiges Projekt zur Sammlung archivischer Daten für die Ausstellung «Zeugen der Geschichte», ein Video-Projekt «Tanzkultur – tanz mit mir!» (als Form des Ausdrucks der Identität junger Menschen), «Woche des Gedenkens» zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs, das Theaterprojekt «Kein Heimweh» («Ohne Heimweh»), drei spezialisierte Fachforen («Steigerung von Wahrnehmung, Anerkennung und Teilhabe»), die sich Fragen der kulturellen Entwicklung, der Erhaltung historischen Gedächtnisses, der Förderung beruflicher Integration sowie dem Aufbau einer Infrastruktur für respektvollen Dialog in der Gesellschaft und Beratungsstrukturen für die Bürger der Hauptstadt zu drängendsten Lebensfragen widmeten.   

Eine ganze Reihe von Podcasts, darunter ein Video-Podcast, widmete sich der Erforschung sozialer Phänomene und Prozesse unter Jugendlichen. Basierend auf den persönlichen Ansichten und Meinungen der Teilnehmenden in Kombination mit einer sozialen Analyse ihres Miteinanders und Verhaltens. Es bleibt hinzuzufügen, dass am 15. April im Rahmen des nächsten «Tages der Demokratie und des sozialen Zusammenhalts» die Vorführung eines Videoprojekts mit dem Arbeitstitel «Zwei Jahre im Amt als Kontaktperson» geplant ist. Dies wird sozusagen ein Bericht über die geleistete Arbeit für den genannten Zeitraum sein.  

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich die Arbeit auf drei recht allgemein gefasste Handlungsfelder konzentrierte und konzentriert: «Kultur, Traditionen und historisches Gedächtnis», «Bildung, Ausbildung und Beschäftigung» sowie «Treffen und Beratungs‑Gespräche». Jedes dieser Felder ist inhaltlich reich gefüllt. Aus verschiedenen Gründen wurde ein deutlicher Schwerpunkt auf die Einrichtung neuer sowie die Verbesserung bereits bestehender Anlaufstellen für «Treffen und Beratungs‑Gespräche» in den Verwaltungsbezirken der Hauptstadt gelegt. Und deren Anzahl wächst.      

BERLIN24: Überzeugend. Offenbar wurde viel erreicht…

W. Gauks:   Dennoch steht noch viel ernsthafte Arbeit bevor, vieles kann und muss weiter verbessert werden, um die erwarteten Ergebnisse zu erzielen.       

Und ich möchte noch Folgendes betonen – viele der genannten Aktionen und Veranstaltungen fanden unmittelbaren Niederschlag in begrifflich-inhaltlichen Beiträgen, die auf BERLIN24 professionell aufbereitet veröffentlicht wurden. Dafür danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Portals von Herzen.       

BERLIN24:   Ein Thema, das unmittelbar die Russlanddeutschen in Deutschland betrifft, darf nicht unberücksichtigt bleiben. In letzter Zeit ist ein deutlicher Trend zu beobachten: Die Zahl der Publikationen in den Medien, die Skepsis, Misstrauen und mitunter schlecht verhohlene kritische Ironie gegenüber dieser Bevölkerungsgruppe zum Ausdruck bringen, nimmt ab. Wie ist Ihre Meinung dazu? 

W. Gauks:   Dazu äußere ich eine rein persönliche Sichtweise, der man zustimmen oder widersprechen kann. Meiner Ansicht nach ist es auf Dauer unmöglich, ständig und stereotyp negativ und leichtfertig gegen eine soziale Gruppe – in diesem konkreten Fall gegen die Russlanddeutschen – zu hetzen oder negativ zu berichten, ohne fundierte Kenntnisse über ihre Weltanschauung, kulturellen Wurzeln und die für sie schicksalhaften, oft mühevollen historischen Etappen. Die Ignorierung dieser Umstände und historisch belegten Wahrheiten führt zwangsläufig und objektiv zu einer Ablehnung solcher Veröffentlichungen durch ein breites Lesepublikum. Und oft entsteht daraus eine Antipathie gegenüber ihren Autorinnen und Autoren…  

BERLIN24:   Und konkret? Bezogen auf Berlin.    

W. Gauks:   Ich erlaube mir die folgende Überlegung: In Berlin hat maßgeblich zur Neubewertung dieser Berichterstattung beigetragen, dass man sich intensiv und interessiert mit dem schwierigen Schicksal der Russlanddeutschen auseinandergesetzt hat, Mitgefühl und Solidarität mit ihnen zeigte und ihre Rolle sowie ihre potenzielle Bedeutung für die deutsche Gesellschaft erkannte. Diese Haltung wurde aktiv von legislativen und exekutiven Stellen des Landes Berlin unterstützt. Ein solcher Ansatz verdient ohne Zweifel höchste Anerkennung und gesellschaftliche Wertschätzung. In diesem Zusammenhang gilt es noch vieles zu vervollkommnen und umzusetzen. Nochmals betone ich: Ohne Vertrauen, Zusammenhalt und gegenseitigen Respekt erscheint eine Einbindung und Beteiligung der Bürger an der Entwicklung konstruktiver Zusammenarbeit auf gleichberechtigter und für alle vorteilhafter Basis zugunsten der gesamten Gesellschaft als sehr schwierig.  

BERLIN24:   Was ist die Quintessenz der bevorstehenden Tätigkeit in diesem Jahr? 

W. Gauks:   Kurz gesagt: eine umfassende und aktive Einbeziehung der Russlanddeutschen, Spätaussiedler und Vertriebenen in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Basierend auf der Gewährung gleicher und ungehinderter Zugangsrechte zu gesellschaftlichen Gütern, der Schaffung von Bedingungen zur Erreichung eines hohen sozialen Status, der Sicherung einer würdigen Lage im Alter sowie der Gewährleistung von Gleichberechtigung im Integrationsprozess auf dem Arbeitsmarkt. Mit anderen Worten: all dies bedeutet zusammengenommen die rechtliche und soziale Anerkennung ihres Status. Und natürlich die weitere aktive Entwicklung und inhaltliche Verbesserung bereits bestehender Projekte und Programme in diesem Bereich, die ich zuvor erwähnt habe.   

BERLIN24:   Vielen Dank für dieses inhaltsreiche Gespräch. Wir freuen uns auf kommende Begegnungen und Gespräche mit Ihnen. Alles Gute und viel Erfolg!  

W. Gauks:   Ich danke Ihnen für das Gespräch und bin jederzeit offen für den weiteren Dialog. 

Fotos aus dem Archiv von Walter Gauks und BERLIN24


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